Kulturzentrale Kiel-Süd Lutherstrasse 9 24114 Kiel info@prinzwilly.de Der Musiker ist König! Wir sind Prinz. Stadtgestaltung vom Feinsten
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Radikal-Liedermacher Weiherer präsentierte im Prinz Willy sein neues Album „scheiße schrein!“

Kein Mann fürn „Musikantenstadl“

Kiel - Christoph Weiherer ist ein kommunikativer Mensch. Nach dem Konzert ist bei ihm vor dem Konzert, bereitwillig gibt der Mann den Gästen Auskunft über sein Werk und tut seine persönliche Meinung kund über überteuerte Konzertpreise. Der Eintritt im Prinz Willy kostet vier Euro - das scheint Weiherer wiederum zu wenig. Ein guter Aufhänger für seine ironisch-bissigen Ansagen, von dem dann auch gleich inflationär Gebrauch gemacht wird, ganz im Sinne seines aktuellen, vierten Albums mit dem Titel
scheiße schrein!.

Der gelernte Chemielaborant zieht im heimatlichen München gut und gerne 150 Leute pro Konzert, im Prinz Willy sind es nicht ganz so viele. Umso enger die Tuchfühlung, eine von Weiherers Stärken. All jene Liedchen, die Weiherer „spui wui“, sind wegen ihres bayerischen Dialekts oft unverständlich. Somit mögen viel Wortwitz, Schelmerei und kabarettistische Inhalte am Ohr vorbeiziehen. Weiherer kann Gitarre spielen, legt den Basisakkorden C, F und G (manchmal auch A-Moll) als Standard einen Wechselbass zugrunde, wie man ihn vom Country kennt. Dazu gibt es eine Mischung aus Mundharmonika, Sprechgesang und einfachen Melodiebögen.

So zieht der Bob Dylan des Allgäu durch ein Programm, in dem immer wieder - auf lustige Art und Weise - zum CD-Kauf animiert wird und Weiherer es schafft, sein Publikum zum Mitsingen zu bringen. Da schimmert das Vorbild eines jungen Hans Söllner durch die Performance,
Unddagang,
Wie zum Deandl da Bua oder auch das Titelstück des neuen Albums werden vom Entertainer als „Heimatlieder“ angekündigt. Missstände in der Politik, Gesellschaft und im Zwischenmenschlichen sind die tatsächlichen Inhalte, die das ehemalige Canis-Lupus-Mitglied in gepflegter Mundart in die Wohnzimmeratmosphäre des Cafés entlässt. Dazu steuert er abstruse Geschichten bei. So sei der Grund für Weiherers Stadtflucht gen München angeblich darin zu suchen, dass man ihn in seinem Heimatdorf Marktl am Inn immer mit dem Papst verwechselte - einer der schwächeren Momente des Abends.

Zum großen Finale gibt es
Scheiß da Hund!, Titelsong der zweiten CD, und das Publikum folgt dem Aufruf, in AC/DC-Konzert-Manier auf die Stimmungstube zu drücken, bereitwillig Folge, schreit auf Weiherers Zeichen brav den Refrain. Und immer wieder das verlegen wirkende Lachen des sympathischen 30-Jährigen, der - wenn MTV ihn schon nicht haben will - doch so gerne einmal im „Musikantenstadl“ auftreten will. Freilich nur, um den Verantwortlichen einmal mehr eine CD zu überreichen, worauf sie hoffentlich der Herzanfall ereile, wie einst schon Karl Moik. Böse, böse, böse. Und unbedingt unterhaltsam.


URL: http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/kultur/?em_cnt=83841&em_loc=12

 

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