Kulturzentrale Kiel-Süd Lutherstrasse 9 24114 Kiel info@prinzwilly.de Der Musiker ist König! Wir sind Prinz. Stadtgestaltung vom Feinsten
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Gans oder gar nicht?

Willy braucht keinen Tannenbaum - er isst bei Muttern.
Foto: Björn Schaller

 

Kiel - Familie oder Freunde, Gans oder







Tomatensuppe, Baum oder besser keine Symbole? Was Kiels Kulturschaffende zu Weihnachten machen, ist so unterschiedlich wie ihre Künste. Eine kleine Umfrage, gesammelt von Jens Raschke.
Willy (Gastronom, Künstler und Veranstalter):

Doch, alles in allem blicke er positiv auf das zu Ende gehende Jahr zurück, erklärt Willy, während neben ihm Hundedame Laila beflissen Kater Mozart abschleckt. Vor allem hat ihn natürlich die gute Resonanz auf seine Benefizveranstaltung im Sommer gefreut, ohne die es sein Lokal, das "Prinz Willy", heute bestimmt nicht mehr geben würde. Über die Festtage allerdings bleibt der Laden komplett geschlossen: "Heilig Abend feiere ich bei meiner Mutter", erklärt er und erinnert sich daran, dass es da früher zum Essen Pferd gab. Heute wird es wohl ein Karpfen werden. "Am 25. backe ich dann mit einer Kollegin Plätzchen, und am nächsten Tag weiß ich noch nicht so genau." Im CD-Player läuft gerade Willys momentanes Lieblingsweihnachtslied,
Nein danke, von der Münchner Band Rosalie & Jakob. Vielleicht werden die bald schon im "Prinz Willy" auftreten

Gesche Clasen (Flötistin):

Kaum verwunderlich, dass es bei Gesche Clasen während der Weihnachtstage überwiegend musikalisch zugeht. Schon kurz vor den Feiertagen wird sie zu ihrem Freund, dem israelischen Cellisten David Shamban, und seiner Tochter nach Quickborn fahren: "An Heilig Abend feiern wir dann das jüdische Lichtfest Chanukka. Der Bauer bringt den Tannenbaum vorbei, und nachts tanzen wir dann wahrscheinlich durch." Der erste Weihnachtsfeiertag steht ganz im Zeichen der Klassik: "Da kommen viele Freunde, und wir musizieren stilecht vorm flackernden Kaminfeuer." Ihrer neuen Leidenschaft frönt die Jazzflötistin und Musiklehrerin am zweiten Feiertag: "Dann machen wir eine Irish-Folk-Session." Ernährungsmäßig bleibt man eher schlicht: Ente an Heilig Abend - "und danach hangeln wir uns wohl mit Raclette durch".

Volker Sponholz (Zeichner und Autor):

Ob es für ihn zur Weihnachtszeit mehr zu tun gibt also sonst? Volker Sponholz überlegt kurz. Ja, irgendwie schon. Zum Jahresende hin häufen sich die Aufträge. ""Früher hatte ich noch Zeit, für alle Bekannten individuelle Weihnachtspostkarten zu kreieren", sagt Sponholz, "die Zeiten sind mittlerweile vorbei." Ein bisschen Zeit für Weihnachten bleibt zwischen der Arbeit an einem Woyzeck-Film und einem Peter-Lund-Comic trotzdem. Heilig Abend steht ganz im Zeichen des genüsslichen Bummelns: Wochenmarkt, Ouzo beim Griechen, Kaffee beim Italiener, Sekt im Buchladen "Zapata", unbedingt noch ans Meer und abends mit Freunden kochen. Alles "ganz ohne symbolischen Gehalt", so Sponholz. Am ersten Weihnachtsfeiertag wird dann ausgeruht, bevor man sich tags drauf der Familie widmet.

Matisek Brockhues und Tom Keller (Theater Deichart):

Von weihnachtlicher Ruhe und Besinnlichkeit kann bei Matisek Brockhues und Tom Keller heuer keine Rede sein. Beide Feiertage werden die zwei Deichart-Mitglieder in Ausübung ihres Berufs zubringen: "Am 25. und 26. laufen in der Hansa
48 die letzten Vorstellungen unseres Weihnachtsstücks
Ox und Esel, erklärt Keller, der dann gemeinsam mit Eirik Behrendt auf der Bühne stehen wird. Brockhues, der den Abend inszeniert hat, bedient die Technik und gibt zu, dass er ganz gerne zu seiner Familie nach Münster gefahren wäre. "Das werde ich dieses Jahr schon vermissen", bedauert er, und Kollege Keller pflichtet bei. Auch ihm hätte ein Heimaturlaub in Berlin ganz gut getan. Aber daran ist auch nach dem Fest nicht zu denken: "Am 27. geht es weiter mit den Wiederaufnahmeproben für den
Schimmelreiter.

Matthias Busch (Quartett Komplett):

Auch Matthias Busch sieht einem arbeitsreichen Weihnachtsfest entgegen. Allerdings nicht an der Seite seiner Kollegen von Schleswig-Holsteins angesagtester A-capella-Boygroup Quartett Komplett, die dieses Jahr ihr 20. Jubiläum feiern konnte, sondern in seinem Hauptberuf als Krankenpfleger in der Unfallambulanz der Uniklinik. Nachtschicht! "Halb so schlimm", erklärt Busch gelassen, "mit dem Quartett haben wir sozusagen schon vorgefeiert". Und tagsüber ist ja auch noch Zeit zum Besinnlichsein. Heilig Abend und erster Weihnachtsfeiertag wird mit den Eltern beim traditionellen Gansessen verbracht, "der zweite Feiertag gehört allein der Dame meines Herzens". Sein Lieblingsweihnachtslied? "Was ist mit AC/DC? Die gehen doch auch zu Weihnachten, oder?"

Marc Schnittger (Puppenspieler):

Es ist schon eine ganze Weile her, dass Marc Schnittger an Weihnachten das letzte Mal spielfrei hatte. "Aber dieses Jahr habe ich mir gesagt, ich nehme mir endlich mal mehr Zeit für meine Familie und meine Freundin", sagt der Puppenspieler. "Andere schimpfen um diese Jahreszeit ja gerne auf ihre Familie - bei mir ist es genau das Gegenteil." Kulinarisch geht es eher untraditionell zu: Eine komplizierte Tomatensuppe und einen exotischen Obstsalat wird er zum Weihnachtsmenü beisteuern. Nach ein paar Ruhetagen heißt es dann "back to business": Die nächste Großproduktion steht an,
Der Garten der Lüste, nach Hieronymus Bosch. Die Premiere ist für Juni 2009 in Salzau geplant.

Katharina Jesdinsky (Galeristin):

"Also, so richtig weihnachtlich wird es bei uns wohl nicht", sagt Katharina Jesdinsky. Nicht mal ein Weihnachtsbaum? "Das schon, aber den haben wir von einem Nachbarn geschenkt bekommen, weil der ihn nicht braucht." Vor etwa einem Jahr haben Katharina Jesdinsky und ihr Mann Ulrich Horstmann ihre Galerie "Umtrieb" in die Ringstraße verlegt. Die hat heute bis 15 Uhr geöffnet. "Für den Fall, dass noch jemand auf die Schnelle ein Geschenk braucht", erklärt die Galeristin, "am ersten Weihnachtsfeiertag kommt Ulrichs Mutter, am zweiten reist meine aus Düsseldorf an." Bis zum Jahresanfang bleibt die Galerie dann zu. "Das ist für uns eine gute Zeit, uns über das vergangene Jahr klar zu werden und Gedanken für das kommende zu machen."

Arne Rautenberg (Autor und Künstler):

Schon vor über einer Woche hat sich Arne Rautenberg samt Familie syltwärts aus dem Staub gemacht. Nicht weniger als "das ganze Programm" ist für Weihnachten vorgesehen: "Gemeinsam mit den Kindern den Weihnachtsbaum schmücken, mit echten Kerzen bestücken, Weihnachtslieder singen, Bescherung, Kirche, irgendwas essen und spielen mit den neuen Sachen, bis allen die Augen zufallen. Am ersten Feiertag dann ausschlafen, im Bett frühstücken und dabei, wie in jedem Jahr, das Dschungelbuch gucken, Süßigkeiten essen und sich vielleicht später in der überheizten Stube auf den Fußboden legen und ein bisschen langweilen. Echter Luxus!" Nur was an Heilig Abend auf dem Esstisch stehen wird, weiß Rautenberg noch nicht so genau. Nur soviel: "Ich bin nicht der Typ, der Gänse brät."


URL: http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/kultur/?em_cnt=67863&em_loc=12

 

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