Kulturzentrale Kiel-Süd Lutherstrasse 9 24114 Kiel info@prinzwilly.de Der Musiker ist König! Wir sind Prinz.
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Donnerstag, Freitag19:00 - 00:00
Samstag14:00 - 00:00
Sonntag14:00 - 18:00

Datum

Sa. 08.Dez 2018

Art

Live-Musik

Titel

PIMALO (DE)
https://www.facebook.com/Pimalo/

Musik

 

Beginn

20:00 Uhr

Eintritt

1,50 Euro. Für die Musiker gehen wir mit dem Hut rum.

Beschreibung

Es braucht Menschen wie ihn in stürmischen Zeiten wie diesen. Bedingungslose Menschenfreunde zur Beruhigung der Szenerie. Unaufgeregte, kluge Barden und die mitreißende Kraft ihres Liedguts. Ladies ’n’ Gents, bitte begrüßen Sie: Pimalo (gesprochen: Pimawo) alias Mario Alsleben. Allein der Titel seines frisch geschlüpften Longplayers transportiert diesen tiefen Frieden, der die musikalische Aura des gebürtigen Eisenachers umgibt. „All the trees are still moving“ ist der unbeschwerte, mitunter melancholisch-verhangene Beweis, dass in der traditionsgeschwängerten Wartburgstadt längst nicht nur Luther und Opel Synonym für Mehrwert sind, sondern eben auch dieser menschenfreundliche Mann im mittleren Alter, dessen gepflegter Bart das perfekte Tüpfelchen auf dem klassischen Songwriter-Lookalike-I ist.

Dabei ist nichts an Pimalo nicht authentisch: Seine wundervolle Kneipe „Lebemann“ im Herzen Eisenachs, seine ansteckende Freundlichkeit, seine Lyrik, seine Musik. Es hatte sich auf seinen bisherigen Tonträgern angedeutet, dass der in keine Schublade passende Musiker längst nicht am Ende ist mit seinen Liedern über das Leben, die Liebe, die Verzweiflung, die Traurigkeit und all die schönen Momente, die wir so gerne festhalten würden und doch nicht können.

„All the trees are still moving“ ist zauberhaft geworden. Das in jeder Beziehung mit Leidenschaft, Schweiß und Tränen getränkte, das durchgängig reife Album eines ambitionierten Künstlers. Elf Songs, die jederzeit frisch klingen, absolut unberechenbar ausproduziert, aber auch seine Rezipienten fordernd. Diese Musik will Körper, Seele und Geist, keine halben Sachen, niemals halbe Sachen. Die Produktion selbst wird von Lieblingswerkzeugen eines Harmoniesüchtigen getragen: einem beeindruckendem Satzgesang rund um die durchweg gelungen Hooks etwa. Klaren, oft von einer schönen Akustischen (Gitarren oder Mandolinen), aber auch elektronischen Elementen gesteuerten Strukturen und vielen schnieken Ideen (ein Handclapping hier, Bläser da), die wohl auch den vielfältigen Kollaborationen Pimalos und der Kreativität treuer Begleitmusikanten zuzurechnen ist. Ungekrönter Höhepunkt ist mit „Losing my mind“ ein langsam aufgebautes Prachtgebäude, das in seiner Elegie an Neil Young erinnert und das ein jeder Liedermachermensch gerne mal schreiben würde. 

Man könnte auf die famose Idee kommen, Pimalos Songs entfalten in diesen ruhigen Momenten ihre volle Kraft, und würde beim intensiven Hören des neuen Albums Bestätigung erfahren. Schließlich sagt der Eisenacher selbst, dass ihm „Melancholie Luxus“ sei und im Grunde seine Liedermacherei auf diesem Luxus fußt. Und doch wird der neuen Musik Pimalos diese, womöglich auch allzu klischeebesetzte Feststellung gar nicht gerecht, weil eben auch den Midtempo-Stücken eine ungeheure Kraft innewohnt. Und Tanzen gehört zu unserem Leben zwingend dazu, vor allem in stürmischen Zeiten wie diesen. Wir brauchen Künstler wie Pimalo, dringender denn je!

https://soundcloud.com/pimalo/11-mandolin-reprise

https://www.youtube.com/channel/UCLloeBZ4FHwb0o6UB_nuLgA

https://www.youtube.com/watch?v=viseCle4grk

Homepage

http://www.pimalo.com

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